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Tanaka als "Person kultureller Verdienste" ausgezeichnet
Eine sehr hohe japanische Auszeichnung geht dieses Jahr an Dr. Yasuo Tanaka, auswärtiges wissenschaftliches
Mitglied am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, sowie 16 weitere ausgewählte
Personen. Der Astrophysiker ist nicht nur ein angesehenes Mitglied der internationalen
Wissenschaftlergemeinde, er fördert auch aktiv den wissenschaftlichen Austausch zwischen
Japan und anderen Ländern.

Yasuo Tanaka
Bild: MPE (D. Grupe)
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Als "Person kultureller Verdienste" werden jedes Jahr Menschen ausgezeichnet, die einen
herausragenden kulturellen Beitrag geleistet haben. Die Namen der Geehrten werden traditionell
am gleichen Tag bekannt gegeben wie die Personen, die den Kulturorden erhalten, Japans höchste
kulturelle Ehrung, die dieses Jahr an die beiden Nobelpreisträger Akira Suzuki und Eiichi Negishi und fünf
weitere Personen verliehen wird. Mit beiden Auszeichnungen werden Personen geehrt, die zur
Weiterentwicklung und Förderung der japanischen Kultur in Wissenschaft, Kunst, Sport und
anderen Gebieten beigetragen haben. Der Kulturorden wird am 3. November, dem so genannten
"Kulturtag", im Kaiserpalast überreicht, während die "Personen kultureller Verdienste" ihre
Auszeichnung am folgenden Tag erhalten.
Zu Prof. Tanakas wissenschaftliche Erfolgen zählen bahnbrechende Studien der diffusen, weichen Röntgenemission im Sonnensystem, der Beginn der Eisenlinienspektroskopie unterschiedlicher kosmischer Objekte mit selbstgebauten Röntgendetektoren, die Entdeckung der Supernova SN1987A im Röntgenlicht, sowie Untersuchungen von Schwarzen Löchern, von stellaren Schwarzen Löchern in Röntgendoppelsternsystemen bis hin zu extrem massereichen Schwarzen Löchern in aktiven Galaxienkernen. Um diese Objekte untersuchen zu können, leitete Tanaka mehrere japanische Röntgenmissionen mit internationalen Partnern. Im Laufe seiner wissenschaftlichen Karriere war er unter anderem Professor und Vizegeneraldirektor des Instituts für Raumfahrt- und Weltraumforschung (jetzt JAXA) an der Universität Tokio, Alexander-von-Humboldt-Forschungsstipendiat am MPE sowie Gastprofessor an der Universität Utrecht und der Universität von Amsterdam. Er erhielt eine Vielzahl an nationalen und internationalen Ehrungen und Auszeichnungen, darunter im deutschen Raum 1999 den Eugen und Ilse Seibold-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und 2010 den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen für seine Verdienste als Architekt der japanischen Röntgenastronomie, als langjähriger Leiter des Bonner Büros der JSPS (Japan Society for the Promotion of Science) und als Initiator verschiedener Aktivitäten im deutsch-japanischen Wissenschaftsaustausch. Bereits 1994-95 war er als Träger des Alexander von Humboldt-Preises am MPE, wo er seit 1997 als Gastwissenschaftler forscht.
Weitere Informationen erhalten Sie von:
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Dr. Hannelore Hämmerle
Pressesprecherin
Max-Planck-Institut für Astrophysik und
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik
Tel.: +49 89 30000-3980
E-Mail: hannelore.haemmerle
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