
In diesem Bild ist das rote Objekt das Nachleuchten des Gammastrahlenausbruchs,
der nur bei grösseren Wellenlängen (Infrarot) sichtbar ist.
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Oben: von links nach rechts Aufnahmen des Nachleuchtens von
GRB 090423 in den sieben Spektralbereichen (g'r'i'z'JHK) von GROND.
Unten: spektrale Energieverteilung (SED) von g' bis K und die
theoretisch erwartete SED für ein Objekt bei z = 8.
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Sofort nach der Entdeckungsmeldung des NASA Satelliten Swift über einen
Gammastrahlenausbruch am 23. April begannen mehrere Wissenschaftlergruppen
weltweit wie üblich mit der Suche nach dem Nachleuchten dieses Objektes.
Das Team um Nial Tanvir (UK) berichtete als erste über die Entdeckung des
Nachleuchtens im K-Band (2.2-2.4 Mikrometer).
Mit dem am MPE gebauten Instrument
GROND,
das am MPI/ESO Teleskop auf dem La Silla Observatorium (Chile) montiert ist, beobachtete
ein Astronomenteam des MPE ca. 15 Stunden nach dem Ausbruch das Objekt gleichzeitig in
sieben Spektralbändern (g'r'i'z'JHK). Die Ergebnisse ermöglichten der Gruppe um
Jochen Greiner sehr rasch eine Rotverschiebung der Quelle von etwa z = 8 zu berechnen,
die sie als das bisher am weitesten entfernteste Objekt am Himmel auswies das je beobachtet
wurde. Diese Entfernungsbestimmung wurde später durch Beobachtungen mit TNG
(Kanarische Inseln) und dem VLT (ESO/Chile) bestätigt.
Die von Swift beobachtete Explosion fand demnach statt, als das Universum erst ca. 630
Millionen Jahre alt war, das sind nur 4.5 Prozent des heutigen Alters des Universums.
Ausser von Swift wurde der Gammastrahlenausbruch auch von dem Gamma-Ray Burst Monitor
(
GBM)
auf dem Fermi Satelliten gemessen, einem Instrument das in einer Kollaboration des MPE und
dem MSFC (USA) gebaut wurde. GBM bestätigte nicht nur die sehr geringe Peak-Energie
um 50 keV, sondern wies auch nach, dass es sich bei dem Gammastrahlenausbruch um einen aus
der Gruppe der langandauernden Ausbrüche handelt.
Originale GROND Mitteilung:
GCN Circular 9215
NASA Pressemitteilung (in englischer Sprache)
ESO Pressemitteilung (in englischer Sprache)
MPG Pressemitteilung - Interview mit Jochen Greiner
special page on this burst by J. Greiner.
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