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Durchbruch für das Large Binocular Telescope mit adaptiver Optik
Dank einer neuen Generation der Adaptiven Optik am Large Binocular Telesope (LBT) auf dem Mount
Graham in Arizona verfügen Astronomen nun über eine bisher unerreichte Bildqualität im Nah-Infrarot,
die sogar diejenige des Hubble-Weltraumteleskops übertrifft. Auch das Max-Planck-Institut für
extraterrestrische Physik und andere deutsche Institutionen sind am LBT maßgeblich beteiligt.


Vergleich des LBT mit dem Weltraumteleskop Hubble: Das Bild zeigt die Zentralregion des
Kugelsternhaufens M92, von beiden Teleskopen bei einer Wellenlänge von 1.6 µm beobachtet. Es ist
leicht erkennbar, dass das LBT-Bild (unten) das Hubble-Bild (oben) an Schärfe und Empfindlichkeit
deutlich übertrifft.
Bild: HST/LBT
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Das LBT ist mit seinen beiden Spiegeln von 8.4 Metern Durchmesser das größte optische Einzelteleskop
der Welt. Es ist ein Projekt amerikanischer, italienischer und deutscher Institutionen, die gemeinsam
für den Bau und Betrieb, sowie die Entwicklung hochpräziser Messinstrumente verantwortlich sind. Für
die jetzt in Betrieb genommene Adaptive Optik stammt das technische und elektromechanische Design aus
Italien (INAF u.a.), während das Mirror Lab der Universität von Arizona für die optischen Elemente
verantwortlich zeichnet. Die Infrarot-Kamera LUCIFER, mit der sowohl Abbildungen als auch Spektren
mit seeing- und beugungsbegrenzter Auflösung aufgenommen werden können, wird von einem Konsortium
deutscher Institute unter Leitung der Landessternwarte in Heidelberg gebaut. Das MPE liefert die
Einheit zur Manipulation der Spaltmasken (MOS-Einheit).
Dank der Fortschritte in der Adaptiven Optik (AO), einer Technik zur Korrektur der atmosphärischen
Störungen, wurde die Bildschärfe erdgebundener Teleskope in den letzten Jahren stetig verbessert.
Durch ein neues innovatives System erreicht dieses Konzept nun am LBT eine niemals zuvor erreichte
Qualität. Bereits in ersten Tests übertraf das LBT alle anderen vergleichbaren Systeme dieser Art
und erreichte eine Bildschärfe, die jene des Hubble Weltraumteleskops um einen Faktor Drei übertrifft.
Dabei wurde sogar nur einer der beiden 8.4m Spiegel des LBT eingesetzt. Wenn das System schließlich
an beiden großen Spiegeln läuft und perfekt kombiniert wird, erwartet man eine Bildschärfe, die jene
von Hubble um einen Faktor 10 übertrifft.
LUCIFER und LBT Webseiten am MPE
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