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MPE Aktuelles vom 21. Oktober 2010
 
 

SINFONI bestätigt Entfernungsrekord für Galaxie

Mithilfe des SINFONI-Spektrographen am Very Large Telescope (VLT) der ESO konnte ein europäisches Astronomenteam die Entfernung zur bisher entferntesten Galaxie bestätigen. Bei einer Rotverschiebung von 8,6 sehen die Astronomen diese Galaxie, als das Universum erst 600 Millionen Jahre alt war. Diese Entdeckung war nur möglich mit dem SINFONI-Instrument, das den am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik gebauten SPIFFI-Spektrographen mit adaptiver Optik kombiniert. Die Ergebnisse werden in der Ausgabe vom 21. Oktober der renommierten Zeitschrift Nature veröffentlicht.

Galaxie in Rekordentfernung

Dieses Bild wurde 2009 mit dem Hubble Weltraumteleskop aufgenommen. Die Galaxie wurde hier zum ersten Mal als Kandidat für einen Entfernungsrekord identifiziert (siehe Vergrößerung).
Bild: NASA, ESA, G. Illingworth (UCO/Lick Observatory and University of California, Santa Cruz) und das HUDF09 Team.


Es ist sehr schwierig, diese ersten Galaxien zu untersuchen. Auf dem Weg zu uns, geht ein Großteil ihres hellen Lichts verloren, so dass wir sie nur sehr schwach und klein sehen können. Außerdem ist dieses Licht größtenteils im infraroten Spektralbereich zu sehen, da seine Wellenlänge durch die Ausdehnung des Universums auseinandergezogen wurde - die so genannte Rotverschiebung.

"Die Leistungsfähigkeit des VLT und die Empfindlichkeit seines SINFONI-Spektrographen erlauben es uns, die Entfernung zu dieser sehr schwachen Galaxie tatsächlich zu messen", sagt Matt Lehnert (Observatoire de Paris), der Erstautor der Studie. "Wir fanden heraus, dass wir diese Galaxy zu einer Zeit sehen, als das Universum weniger als 600 Millionen Jahre alt war."

Das Team konnte das schwache Leuchten von Wasserstoff bei einer Rotverschiebung von 8,6 nachweisen, womit diese Galaxie das entfernteste Objekt ist, das je mit Spektroskopie bestätigt wurde. Zu dieser frühen Zeit - weniger als eine Milliarde Jahre nach dem Urknall - war das Universum nicht vollständig durchsichtig, große Bereiche waren mit einem Wasserstoffnebel angefüllt, der die starke ultraviolette Strahlung der jungen Galaxien absorbierte. Die Astronomen können nun einer dieser Galaxien, die diesen Nebel vertrieben, tatsächlich sehen. Neben dem Entfernungsrekord ist dieses Ergebnis deshalb auch astrophysikalisch von Bedeutung.

Originalveröffentlichung:
Spectroscopic confirmation of a galaxy at redshift z=8.6
M. D. Lehnert, et al.
externer Verweis Nature, 21 October 2010
Pressemitteilung:
externer Verweis ESO Pressemitteilung (in englischer Sprache)
SPIFFI:
internal link SPIFFI Seiten am MPE (in englischer Sprache)
Kontakt:
interner Verweis Dr. Hannelore Hämmerle
Pressesprecherin
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching
Tel.: +49 89 30000-3980
E-Mail: hanneh@mpe.mpg.de
 
 
 
  ToPzum Seitenanfang   Valid HTML 4.01! Letzte Änderung: 2010-10-21 durch linkH. Steinle
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