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MPE Aktuelles vom 14. Januar 2011
 
 

Rund um den Plasmakristall - MPE heißt Kosmonauten und Physiker zum "PK-3 Plus"-Symposium willkommen

Mitte Dezember fanden sich mehr als 50 Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) ein, um in einem zweitägigen Symposium über die Plasmakristallexperimente auf der internationalen Raumstation ISS zu diskutieren. Das sehr interessante wissenschaftliche Programm mit etwa 30 Vorträgen zu den verschiedensten physikalischen Phänomenen, die mit diesen Experimenten im All und in Labor untersucht werden, wurde durch eine besondere Veranstaltung für Garchinger Schüler ergänzt: zwei Kosmonauten besuchten sie am 16. Dezember.

Ein Plasma bildet sich, wenn Gas entweder so stark erhitzt wird, dass sich seine Moleküle in Ionen und freie Elektronen aufspalten, oder wenn das Gas einer Hochfrequenzentladung ausgesetzt wird. MPE Forscher haben herausgefunden, dass Plasmen unter besonderen Bedingungen flüssig werden können oder sogar kristallisieren. In einem derartigen, sogenannten "komplexen Plasma" befinden sich winzige Teilchen, die regelmäßige Strukturen bilden können. Obwohl diese Teilchen sehr klein sind (etwa ein Tausendstel Millimeter groß), sind sie im Vergleich zu Molekülen doch sehr groß, so dass die Wissenschaftler bestimmte Prozesse auf der Basis einzelner Teilchen und quasi in Zeitlupe verfolgen können.
Kosmonauten an der Grundschule
Zwei Kosmonauten beim Besuch einer Garchinger Grundschule
Bild: Michael Kretschmer, MPE
Wegen der Erdanziehung müssen einige der Plasmakristallexperimente im All von Kosmonauten durchgeführt werden. Inzwischen haben diese Experimente in der Schwerelosigkeit eine lange Tradition (siehe auch die   interner Verweis MPE Pressemeldung vom 27. Januar 2010): Juri Baturin, einer der Kosmonauten, die zum PK-3 Plus Symposium kamen, war der erste Kosmonaut, der vor 12 Jahren das "Plasmakristallexperiment" auf der Weltraumstation MIR durchführte. Abgesehen von den medizinischen Experimenten sind die MPE Plasmakristallexperimente diejenigen, die am längsten im Weltraum durchgeführt werden.

Sich direkt mit den Kosmonauten austauschen zu können ist für die Wissenschaftler äußerst wichtig, nicht nur um so etwas über deren Erfahrungen mit dem Experiment zu lernen und Impulse für die Weiterentwicklung zu erhalten, es ist auch ein besonderes Erlebnis sich mit ihnen über die Lebens- und Arbeitsbedingungen im All zu unterhalten. Dieses Jahr kamen auch 200 Schüler der Garchinger Grundschule Ost sowie einige Klassen des Gymnasiums in diesen Genuss: Die Kosmonauten Mikhail Tjurin und Oleg Kotov besuchten sie und zeigten sich beeindruckt, wie aktiv und wissbegierig die Schüler waren. Auch die Russisch-Englische Sprachbarriere stellte kein Hindernis dar.


Links :
  interner Verweis MPE Webseite zu den Plasmakristallexperimenten

Kontakt :
  interner Verweis Dr. Hubertus Thomas
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching
Tel.: +49 89 30000-3838
E-Mail: thomas@mpe.mpg.de
  interner Verweis Dr. Hannelore Hämmerle
Pressesprecherin
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching
Tel.: +49 89 30000-3980
E-Mail: hanneh@mpe.mpg.de
 
 
 
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Ansprechpartner: link MPE Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
 
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