Hochenergie- Astrophysik
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Was ist Hochenergie?
Die Strahlung, die wir "Licht" nennen stellt nur einen kleinen
Bereich der gesamten elektromagnetischen Strahlung dar. Das gesamte Spektrum
überspannt den Bereich der langwelligen (= niederfrequenten
= niederenergetischen) Radiostrahlung bis zu den kurzwelligen
(= hochfrequenten = hochenergetischen) Gammastrahlen.
Hochenergie wird gewöhnlich der Bereich oberhalb (d.h. zu höheren
Energien) des Ultraviolettbereiches genannt und umfasst die
Röntgenstrahlen und
Gammastrahlen.
Was ist Röntgenastronomie?
Die Röntgenastronomie befasst sich mit Phänomenen, die am Ende der Lebenszyklen von
Sternen auftreten:
Supernova Explosionen, Neutronensterne, und stellare Schwarze Löcher.
Weit ausserhalb unserer eigenen Galaxis wird der Röntgenhimmel von aktiven Galaxien
und Galaxienhaufen dominiert. Aktive Galaxien, wie Radio Galaxien, Seyfert Galaxien
und Quasare beherbergen Materie-akkretierende, super-massereiche Schwarze Löcher
in ihren Zentren, welche für die Aktivität verantwortlich sind.
Galaxienhaufen gehören zu den grössten physikalischen Strukturen in unserem Universum.
Normale Sterne und Galaxien können auch mit modernen Röntgenteleskopen untersucht werden.
Sogar Kometen und Planeten in unserem Sonnensystem sind im Röntgenlicht sichtbar.
Röntgenastronomie in Wikipedia
Röntgenastronomie am MPE
Was ist Gammastrahlen-Astronomie?
Gammastrahlen sind die energiereichste Form der elektromagnetischen Strahlung. Die Gamma-Photonen haben etwa
10.000 mal mehr Energie als die Photonen des sichtbaren Lichts. Wenn man für Gammastrahlen empfindliche Augen
hätte, würde der Nachthimmel sehr fremdartig aussehen - der Anblick stetig scheinender Sterne würde
durch sich dauernd verändernde Strukturen und Objekte ersetzt werden. Die Gamma-Augen würden
Sonnenausbrüche, Supernovae, Neutronensterne, Schwarze Löcher und aktive Galaxien sehen.
Die Gammastrahlen-Astronomie (oder eigentlich besser Gammastrahlen-Astrophysik) stellt eine einzigartige
Möglichkeit dar, diese exotischen Objekte und die hochenergetischen Prozesse die sie begleiten zu erforschen.
Indem sie das Universum in diesem hochenergetischen Spektralbereich erforschen können Wissenschaftler Theorien
testen, nach neuen physikalischen Gesetzen suchen und Experimente "durchführen", die in Laboratorien auf der
Erde nicht möglich sind.
Das Energiespektrum der Gammastrahlung überspannt mehr als sieben Dekaden, von typischerweise 500 keV bis
zu mehr als 1 TeV. Es ist deshalb nicht überraschend, dass eine Vielfalt von Detektoren zum Nachweis der
Strahlung in schmaleren Unterbereichen eingesetzt werden. Da die Gammastrahlung von der Erdatmosphäre
absorbiert wird, erfolgen die Beobachtungen von Stratosphärenballonen oder Satelliten aus, die oberhalb
der Atmosphäre messen.
Gammastrahlen-Astronomie in Wikipedia
Gammastrahlen-Astronomie am MPE
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Letzte Änderung: 2010-05-18 durch
H. Steinle
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