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Die wissenschaftlichen Projekte am MPE bestehen oft aus Entwurf, Bau und
Anwendung von Experimenten oder manchmal auch von ganzen Satelliten,
um die Forschungsziele der einzelnen
Abteilungen und Forschungsgruppen zu
erreichen. Es gibt aber auch Projekte, die Archivdaten erstellen oder
auswerten sowie andere wissenschaftliche Kollaborationen die nicht
notwendig an den Neubau von Geräten gekoppelt sind.
Die folgende Liste ist sicherlich nicht vollständig, wird aber
ständig aktualisiert.
Aktive Projekte sind Projekte die Daten liefern bzw. die in
Betrieb sind.
Frühere Projekte sind abgeschlossen oder liefern keine Daten
mehr. Oft werden die Daten dieser Projekte aber noch intensiv weiter
ausgewertet und interpretiert.
Zukünftige Projekte sind entweder im Bau, genehmigt oder
vorgeschlagen.
| Satellit |
| Start |
28. April 1999 |
| Missionsende |
12. Juli 1999 |
| Status |
totaler Verlust |
| MPE Beteiligung |
| Satellit |
| Teleskope |
| Detektoren |
|
Abrixas
A Broad Band Imaging X-ray All-sky Survey
ABRIXAS war ein deutscher Röntgensatellit mit sieben 27-fach
genesteten Wolter-1 Teleskopen und einem 6 x 6 cm2
pn-CCD Detektor (Kamera) im Fokus. Die Kamera war ein Duplikat der EPIC
Kamera für XMM-Newton. Am 28. April 1999 gestartet, sollte ABRIXAS
die erste
komplette Himmelsdurchmusterung mit einem abbildenden Teleskop im mittleren
Röntgenenergiebereich von 0.5 bis 15 keV durchführen.
Während einer drei-jährigen Abrasterung des Himmels sollten
mindestens 10000 neue harte Röntgenquellen entdeckt werden die von
Gas und Staubwolken verdeckt sind. Ausserdem sollten diffuse und
zeitveränderliche Röntgenquellen untersucht werden.
Wegen des Ausfalls der Bord-Batterien endete die Mission nach wenigen
Tagen, ohne wissenschaftliche Daten geliefert zu haben. Vergebliche
Versuche mit dem Satelliten Kontakt aufzunehmen wurden offiziell am
12. Juli für gescheitert erklärt.
Mehr Informationen finden Sie auf den
Abrixas Seiten des MPE.
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| Satellit |
| Start |
25. August 1997 |
| Missionsende |
unbestimmt |
| Status |
aktiv; am Lagrangepunkt L1 |
| MPE Beteiligung |
|
Solar Energetic Particle Ionic Charge Analyzer (SEPICA)
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ACE
Advanced Composition Explorer
Die Erde wird ständig von einem Strom geladener Teilchen getroffen,
die nicht nur von der Sonne, sondern auch aus dem interstellaren Raum und
aus der Tiefe unserer Galaxis kommen. Das Studium dieser energiereichen
Teilchen ist die Aufgabe des "Advanced Composition Explorer (ACE)"
Satelliten und die Ergebnisse werden zu unserem Verständnis der
Entstehung und Entwicklung des Sonnensystems, sowie zu den
dabei auftretenden astrophysikalischen Prozessen beitragen.
ACE sammelt mit sechs hochauflösended Detektoren und drei
Monitor-Instrumenten niederenergetische Teilchen von der Sonne und
hochenergetische galaktische Teilchen 10- bis 1000-fache effektiver
ein als bisherige Experimente.
ACE umkreist den Librationspunkt L1, der sich in 1.5 Millionen Kilometer
Entfernung von der Erde und in 148.5 Millionen Kilometer Abstand von der
Sonne zwischen den beiden Himmelskörpern befindet.
Mehr Informationen (in englischer Sprache) finden Sie
auf den
ACE / SEPICA Seiten bei der Universität von New Hampshire (USA)
ACE Seiten am Caltech (USA).
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|
ALFA
Adaptive optics with a Laser for Astronomy
ALFA ist eine Vorrichtung für das 3.5 m Teleskop auf dem Calar Alto,
die aus einer adaptiven Optik und einem Laser-Leitstern besteht und in
Zusammenarbeit mit dem MPIA in Heidelberg und dem MPE entwickelt wird.
Durch dieses System wird die Bildauflösung im Nahen Infrarot
sehr stark verbessert. Beugungslimitierte Bilder die bei 2.2 µm
mit ALFA aufgenommen wurden, haben eine bessere Ortsauflösung als
Bilder mit dem Hubble Weltraumteleskop. ALFA besteht aus einem
Shack-Hartmann Sensor mit einer Hochgeschwindigkeitskamera mit geringem
Rauschen, einem verformbaren Spiegel mit 97 Verstellpunkten, einem
sog. Tip-Tilt Sensor (CCD Kamera) und einem Tip-Tilt Spiegel.
Dazu kommt ein Laser, der den Leitstern in der Natriumschicht (90 km
über der Erdoberfläche) der Mesopause der Erdatmosphäre
erzeugt.
Weitere Informationen (in englischer Sprache) finden Sie auf den
ALFA Seiten des MPE
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| MPE Beteiligung: |
|
Gemeinsames Projekt mit dem MPIA in Heidelberg
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AMPTE
Active Magnetospheric Particle Tracer Explorer
Das AMPTE Programm war ein trilaterales Projekt (USA, GB und D) mit dem
Ziel der Untersuchung des Sonnenwinds und die Initiierung des ersten
künstlichen Kometen. Es bestand aus drei Teilsatelliten: CCE, IRM
und UKS.
Weitere Informationen finden Sie auf den
AMPTE Seiten des DLR
AMPTE Seiten der NASA
Artikel zu AMPTE in Max Planck Forschung 1/2006
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| Satellit |
| Start |
16. August 1984 |
| Missionsende |
13. August 1986 |
| Status |
inaktiv |
| MPE Beteiligung: |
|
IRM (Ion Release Module)
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ARGOS
Advanced Rayleigh guided Ground layer adaptive Optics System
ARGOS - Das adaptive Optik System mit Laserleitstern für das Large Binocular Telescope (LBT). ARGOS
wird das LBT mit einem modernen Laserleitstern und Wellenfrontsensor erweitern. Mittels 6
leistungsstarker gepulster Laser werden künstliche Sterne in der Atmosphäre über dem Teleskop
erzeugt. Das gestreute Laserlicht wird in Wellenfrontsensoren registriert und ist spezifisch auf
die optischen Störungen der bodennahen Luftschichten empfindlich. Mit den adaptiven Sekundärspiegeln
des LBT wird das große Bildfeld des Multiobjekt Spektrographen LUCIFER korrigiert und damit die
räumliche Auflösung erhöht.
Weitere Informationen finden Sie auf den
MPE ARGOS Seiten
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| MPE Beteiligung: |
|
Projektleitung (PI), Laser Systeme, Detektoren, optische Shutter, Systemtechnik.
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top of page
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Chandra (AXAF)
High resolution imaging and spectroscopy X-ray mission
Das Chandra-Observatorium (früher bekannt als Advanced X-ray
Astrophysics Facility - AXAF) ist NASA's Nachfolger des
Einstein-Observatoriums. Seine Instrumentierung besteht aus einem
hochauflösenden Spiegel, zwei Bilddetektoren und zwei Sätzen von
Transmissionsgittern mit den folgenden wichtigen Eigenschaften: Eine
Verbesserung der räumlichen Auflösung um eine Größenordnung, eine gute
spektrale Emfindlichkeit im Bereich von 0,1 bis 10 keV und hohe
spektrale Auflösung über einen großen Teil dieses Bereichs. Das MPE in
Garching hat dazu in Zusammenarbeit mit der Space Research Organisation
Netherlands (SRON) in Utrecht das Niederenegie-Transmissionsgitter
(LETG) beigetragen. Chandra wurde im Juli 1999 mit dem Space Shuttle in
eine hochelliptische Bahn gebracht und wird eine Missionsdauer zwischen
5 und 10 Jahren haben.
Weitere Informationen finden Sie auf den
Chandra Seiten des MPE
Chandra Seiten der NASA.
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| Satellit |
| Start (mit Space Shuttle) |
23. Juli 1999 |
| Missionsdauer |
> 10 Jahre |
| Status |
aktiv in Erdumlaufbahn |
| MPE Beteiligung |
| Low Energy Transmission Grating (LETG) |
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CLUSTER
Die CLUSTER Mission der ESA besteht aus vier identischen Satelliten, die
die in einer Tetraeder Anordnung zwischen 25000 und 125000 km über der
Erdoberfläche die Erde umkreisen. Mit ihnen sollen das Erdmagnetfeld
und die elektrische Umgebung der Erde in drei Dimensionen untersucht
werden. Insbesondere soll die Wechselwirkung des Sonnenwinds mit der
uns schützenden Magnetosphäre untersucht werden.
Jeder der vier (identischen) CLUSTER Satelliten hat 11 Messinstrumente,
die für elektrische und magnetische Felder und Wellen, sowie für
Elektronen und Ionen empfindlich sind.
Die Mission ist ein Duplikat der ursprünglichen CLUSTER Mission, die
als Nutzlast bei der Explosion der ersten Ariane-5 Rakete im Juni 1996
zerstört wurde. CLUSTER ist eine Kopie der ersten Mission, die
sogar Ersatzteile der ersten Satelliten verwendet und auch die
wissenschaftlichen Ziele sind gleich geblieben.
Die Satelliten werden Rumba, Salsa, Samba und Tango genannt.
Im Jahre 2005 wurde die Mission von der ESA bis 2009 verlängert
( mehr).
Mehr Informationen finden Sie auf den (englischsprachigen)
CLUSTER Seiten des MPE
German CLUSTER Data Centre (GCDC)
CLUSTER Seiten der ESA.
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| Satellit |
Start (2 x Soyuz) |
16. Juli 2000 um 14:39 MESZ;
9. August 2000 um 13:13 MESZ |
| Missionsdauer |
bis 2012 verlängert |
| Status |
alle 4 Satelliten in Erdumlaufbahn |
| MPE Beteiligung |
| Cluster Ion Spectrometer (CIS) |
| Electron Drift Instrument (EDI) |
| Fluxgate Magnetometer (FGM) |
| German Cluster Science data Center (GCDC) |
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Compton GRO
Compton Gamma Ray Observatory
Das Compton Gammastrahlen-Observatorium war das zweite der großen
Observatorien der NASA. Compton wurde im April 1991 mit dem Space Shuttle
Atlantis gestartet und ist mit 17 Tonnen die bisher schwerste
astrophysikalische Nutzlast. Das Compton Observatorion besteht aus
vier Instrumenten, die zusammen erstmalig einen Bereich des
elektromagnetischen Spektrums von 6 Zehnerpotenzen (30 keV bis 30 GeV)
vermessen können. Diese Instrumente sind (sortiert nach aufsteigendem
Energiebereich): ein Gammastrahlen-Burst Detektor (BATSE), ein begrenzt
ausrichtbarer Szintillations Detektor (OSSE), das abbildende
Compton Teleskop COMPTEL und das hochenergie Teleskop EGRET.
Jedes dieser Instrumente hat eine um den Faktor 10 höhere
Empfindlichkeit als frühere Instrumente.
Nach einer heftig umstrittenen Entscheidung der
NASA wurde der Satellit am 4. Juni 2000 absichtlich zum Absturz
gebracht und dabei zerstört.
Weitere Informationen finden Sie auf den
Hochenergie-Astrophysik Seiten des MPE
COMPTEL Seiten des MPE
EGRET Seiten des MPE
Compton GRO Science Support Center Seiten der NASA
(in englischer Sprache)
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| Satellit |
| Start (mit Space Shuttle) |
5. April 1991 |
| Missionsende |
4. Juni 2000 |
| Status |
beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre
zerstört |
| MPE Beteiligung |
| COMPTEL |
| EGRET |
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| Satellit |
| Sart |
2. Dezember 1997 |
| Missionsende |
1. Mai 1998 |
| Verbleib |
Erdumlaufbahn |
|
Experimente mit MPE Beteiligung |
| Magnetic Field Instrument |
(MAM) |
| Electron Drift Instrument |
(EDI) |
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Equator-S
war eine Mission mit minimalem Kostenaufwand, die die äquatoriale
Magnetosphäre der Erde bis zu einem Abstand von 67000 km von der
Erdoberfläche vermessen sollte. Der Satellit war ein Element in dem
Satellitnverbund, der das IASTP Programm darstellt. Er basierte auf einem
einfachen Design und hatte als Nutzlast Instrumente, die für andere
IASTP Missionen entwickelt worden waren. Die Besonderheit von Equator-S
waren seine nahezu äquatoriale Umlaufbahn und seine hohe Rotation.
Der Satellit und grosse Teile der Experimente (MAM und EDI), an denen das
MPE maßgeblich beteiligt war, wurden am Institut entwickelt,
gefertigt und getestet.
Equator-S wurde am 2. Dezember 1997 als eine Zusatznutzlast mit einer
Ariane-4 Rakete gestartet. Die geplante Missionsdauer war 2 Jahre, aber
durch den Ausfall des normalen und des redundanten Bordprozessors endete
sie schon am 1. Mai 1998.
Mehr Informationen finden Sie auf den
Equator-S Seiten des MPE.
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eROSITA
extended
ROentgen
Survey with an
Imaging
Telescope
Array
eROSITA wird das Hauptinstrument auf dem russischen Satelliten
"Spectrum-Roentgen-Gamma" (SRG) sein, der voraussichtlich ab Ende
2012 von Baikonur aus in einen L2 Orbit starten wird. eROSITA soll die erste Durchmusterung des Himmels im mittleren
Röntgenbereich bis 10 keV mit noch nie da gewesener spektraler und
räumlicher Auflösung durchführen.
Das Teleskop wird, ähnlich zu ABRIXAS, aus 7 Wolter-I Spiegelmodulen
bestehen. Um allerdings die benötigte Empfindlichkeit zu erreichen,
werden die Spiegel auf jeweils 54 genestete Spiegelschalen erweitert. Das
neuartige Detektorsystem wurde, ausgehend von der beim Satelliten XMM
bewährten pn-CCD-Technologie, am MPE entwickelt.
Weitere Informationen finden Sie in:
eROSITA Seiten am MPE
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| Satellit |
| Start |
2012 |
| Ende der Mission |
undefiniert |
| Status |
Phase C/D |
| MPE Beteiligung |
|
Projektleitung, Detektoren, Teleskop
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Fermi Gamma-ray Space Telescope
(früher GLAST)
Das "Fermi Gamma-ray Space Telescope" ist ein
Satellitenprojekt um die Objekte und Erzeugungsprozesse, die
hochenergetische Stahlung im Weltall aussenden, zu untersuchen.
Das LAT (Large Area Telescope) auf Fermi arbeitet im Energiebereich 30 MeV
bis 300 GeV und ist etwa 30 mal empfindlicher als das EGRET
Teleskop auf dem Gammastrahlenobservatorium CGRO. Das MPE ist an der
wissenschaftlichen Auswertung der LAT Daten beteiligt
Zusätzlich befindet sich auf Fermi noch ein
Gammastrahlen Burst Detektor (GBM), der im Energiebereich 10 keV bis 30 MeV
hauptsächlich Gammastrahlenausbrüche misst. GBM wurde in
Zusammenarbeit mit dem MPE gebaut.
Mehr Informationen finden Sie auf den
Fermi Seiten der NASA (USA)
(in englischer Sprache)
Fermi Gamma-ray Burst Monitor Seiten am MPE
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| Satellit |
| Start |
11. Juni 2008 |
| Missionsende |
unbestimmt |
| Status |
aktiv in Erdumlaufbahn |
| MPE Beteiligung |
Gamma-ray Burst Monitor (GBM);
wissenschaftliche Auswertung der LAT Daten. |
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GRAVITY
GRAVITY ist ein mittels aktiver Optik stabilisiertes Nahinfrarot-Instrument am VLTI
für die Kleinwinkel Astrometrie und die interferometrische phasenreferenziert
Abbildung dunkler Objekte. Das GRAVITY Instrument wird das nahinfrarote Licht,
welches mit den vier Teleskopen des ESO Very Large Telescope Observatoriums in
Paranal, Chile aufgenommen wird, interferometrisch kombinieren Es wird eine
adaptive Optik auf dem Teleskop Level und eine Interferenzmusterstabilisierung
auf dem Interferometer Level beinhalten. Die Verwendung infraroter Wellenfrontsensoren
ermöglicht es, stark durch Staub abgeschwächte oder in Staub eingebettete
Quellen wie z.B. das Zentrum der Milchstrasse oder junge stellare Objekte mit
hoher Sensitivität zu beobachten.
Im astrometrischen Beobachtungsmodus kann GRAVITY den Winkelabstand zweier benachbarter
Sterne mit einer Genauigkeit von 10 µas messen. Dies wird es erlauben, innerhalb
kurzer Zeit Bewegungen der Sterne am Himmel in einem Beobachtungsfeld von 2" zu
messen. In einem Abstand von 100 pc entspricht eine Bogengeschwindigkeit von
10 µas/Jahr einer Geschwindigkeit von 5 m/s, in einem Abstand von 1 Mpc einer
Geschwindigkeit von 50 km/s. Durch eine solch hoch präzise Astrometrie wird es möglich sein,
den Bewegungen der astronomischen Objekte im lokalen Universum zuzuschauen.
GRAVITY ist insbesondere dafür ausgelegt, die hochrelativistischen Bewegungen
von Materie nahe des Ereignishorizonts von Sgr A*, dem supermassiven Schwarzen
Loch im Zentrum unserer Milchstraße zu messen.
GRAVITY kann auch in einem bildgebenden Modus betrieben werden, welcher eine
unvergleichliche Präzision von 4 mas im Nahinfrarot Spektralbereich für dunkle Objekte
mit bis zu mK~20 bietet. Die Verwendung von Phasenstabilisierung an Stelle so genannter
Closure Phases ist ein großer Vorteil bei der Gewinnung modell-unabhängiger
interferometrischer Bilder mit einer dünn besetzten Beobachtungsmatrix wie dem VLTI.
Mehr Informationen finden Sie auf den
GRAVITY Seiten des MPE
(in englischer Sprache)
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| MPE Beteiligung |
| Generelle Projekt- und Systemleitung (PI Institut) |
| Projektmanagement |
| Entwicklung von Subsystemen, insbesondere Strahlstabilisierung,
Faserkoppler, Metrologie |
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|
MPE Beteiligung
|
|
Grond wurde in einer Zusammenarbeit mit der LSW Tautenburg und der ESO
am MPE gebaut. Es wird am 2.2m MPG/ESO Teleskop auf La Silla betrieben.
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GROND
Gamma-ray Burst Optical Near-IR Detector
GROND ist ein abbildendes Instrument um simultan in sieben
Wellellängenbereichen das Nachglühen von
Gammastrahlenausbrüchen und anderen Transients zu messen. Mehrere
dichroitische Strahlenaufteiler leiten das Licht zu drei Nah-Infrarot-
und vier visuellen Detektoren. GROND wird seit Mitte 2007 am 2.2 m MPG/ESO
Teleskop auf La Silla eingesetzt.
Für weitere Informationen s. die (englischsprachigen)
Webseiten von J. Greiner (MPE).
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|
HASTA
H-Alpha Sonnenteleskop für Argentinien
Zur Beobachtung der Sonnenchromosphäre dient das Teleskop HASTA
auf der Estación Astronómica (2370 m) in El Leoncito,
Argentinien. Das Hauptteleskop mit einem Objektivdurchmesser von 10 cm und
einer Brennweite von 170 cm ist mit einem durchstimmbaren Lyot-Filter und
einer CCD-Kamera ausgerüstet. Es dient zur Beobachtung von solaren
Flares und eruptiven Protuberanzen mit hoher räumlicher (1.5") und
zeitlicher (3 s) Auflösung und wurde im Mai 1998 in Betrieb genommen.
Zur Zeit wird an einer Datenverbindung vom Observatorium über die
Universität von San Juan und IAFE in Buenos Aires in das INTERNET
gearbeitet, um ein H-alpha-Bild der Sonne alle 5 Minuten in Echtzeit
für Space-Weather-Zwecke zur Verfügung zu stellen.
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| MPE Beteiligung |
| Das Teleskop ist in MPE Besitz. |
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| Satellit |
| Start |
14. Mai 2009 |
| Missionsende |
noch nicht definiert |
| Status |
Auf dem Weg zum Lagrangepunkt L2 |
| MPE Beteiligung |
| Detektorentwicklung und Bau |
|
Photoconductor Array Camera und Spectrometer (PACS)
|
|
Herschel Space Telescope
(früherer Name FIRST)
Das Herschel Space Telescope (früher "Ferninfrarot
Submillimeter Teleskop" - FIRST) wird Photometrie und
Spektroskopie im Wellenlängenbereich von 60 µm bis 670 µm
ermöglichen. Es besteht aus einem strahlungsgekühlten Teleskop
mit drei wissenschaftlichen Instrumenten im Brennpunkt, die mit
superflüssigem Helium gekühlt sind.
Herschel wird als wissenschaftliches Observatorium
betrieben werden, das sich am Lagrangepunkt L2 befindet.
Herschel ist der "Corner Stone" 4 (CS4) des ESA Plans
Horizon 2000. Es wird zusammen mit dem Projekt PLANCK (M3) verwirklicht.
Weitere Informationen finden Sie auf folgenden (englischsprachigen)
Seiten:
detector development (MPE)
PACS instrument (MPE)
Herschel Space Telescope (ESA)
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|
INTEGRAL
International Gamma-ray Astrophysics Laboratory
Integral ist das Hauptprojekt in der Gammaastronomie und
Hochenergieastrophysik der ESA (europäische Weltraumbehörde).
Es untersucht den Himmel mit hoher spektraler und räumlicher
Auflösung in den Energiebereichen 15 keV bis 10 MeV. Gleichzeitig
führt es eine Überwachung der Quellen im Röntgenbereich
(3-35 keV) und optischen Bereich (V, 550 nm) durch.
INTEGRAL ist ein Projekt einer Kollaboration vieler beteiligter Partner,
von denen das MPE für die Entwicklung und den Bau des
Antikoinzidenzsystems des Spektrometers SPI verantwortlich war.
Mehr Informationen finden Sie auf den (englischsprachigen)
INTEGRAL Seiten des MPE
ESA INTEGRAL Seiten
|
| Satellit |
| Start |
17. Oktober 2002 |
| Missionsende |
undefiniert |
| Status |
Satellit in Erdumlaufbahn |
| MPE Beteiligung |
| SPI Antikoinzidenz |
| Datenzentrum |
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ISO
Infrared Space Observatory
Das Infrarot Weltraumteleskop ISO der europäische Weltraumbehörde
(ESA) war ein astronomischer Satellit, der vom November 1995 bis Mai 1998
in Betrieb war. Seine Instrumente waren im Bereich 2.5 µm bis
240 µm des elektromagnetischen Spektrums (Infrarotbereich)
empfindlich.
Die Hauptbestandteile des Satelliten sind: ein großer
flüssig-Helium Cryostat, ein 60 cm Teleskop, vier wissenschaftliche
Instrumente und die Service-Einheit.
ISO wurde am 17. November 1995 mit einer Ariane 44P vom europäischen
Weltraumbahnhof Kourou gestartet. Ursprünglich für eine
Lebensdauer von 20 Monaten ausgelegt, konnte der Satellit durch geschickten
Betrieb und mit etwas Glück aber mehr als 28 Monate genutzt werden,
bis das flüssige Helium im Mai 1998 verbraucht war.
Weitere Informationen finden Sie auf den (englischsprachigen)
ISO SWS Seiten des MPE
ISO Seiten der ESA.
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| Satellit |
| Start (Ariane 44P) |
17. November 1995 |
| Missionsende |
16. Mai 1998 |
| Status |
abgeschaltet in Erdumlaufbahn |
| MPE Beteiligung |
| Short Wavelength Spectrometer (SWS) |
| ISO Spektrometer Datenzentrum |
| ISO Spektralanalyse-Paket (ISAP) |
| ISO-SWS Standard Software Pakete |
| ISO Post Mission Archive |
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| MPE Beteiligung |
| wissenschaftliches Arbeitspaket |
| Beschaffung der Detektoren |
| Auswerte Programme |
|
KMOS
Multi Integral Field Spektrograph für das VLT
KMOS ist ein neues Tieftemperatur-Nah-Infrarot-Instrument das die
Vorteile der Multiplexierung und der Integralen Feld Spektroskopie
(3D-Spektroskopie) vereint.
Ein Konsortium deutscher und englischer
Institute entwickelt KMOS gemeinsam mit der ESO als eines der
sogenannten VLT Instrumente der zweiten Generation. Planmässig soll es
Ende 2010 funktionsbereit sein.
Das zugrunde liegende Konzept sieht vor,
dass 24 Integral-Field-Units (IFUs) beliebig im 7.2 Bogenminuten grossen
unvignettierten Feld des VLT Nasmyth Fokus positioniert werden können.
Jede IFU deckt ein Feld von 2.8 Bogensekunden ab, die auf 14 x 14 Pixel
abgebildet werden.
Die drei identischen Spektrographen mit einem Auflösungsvermögen von
ungefähr 3500 im J-, H- und K-Band, werden von jeweils 8 IFUs gespiesen
und besitzen jeweils einen Hawaii 2RG-Detektor mit 2K x 2K Pixel.
Der Kryostat hat 2 m im Durchmesser, ist 1.5 m hoch und wird auf 77 K
gekühlt mittels drei Kühlern die einen geschlossenen Kreislauf besitzen.
Mehr Informationen (in englischer Sprache) finden Sie auf den
KMOS Seiten des MPE
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|
MPE Beteiligung
|
|
NIR spectrograph (LUCIFER)
|
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LBT hardpoints
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LBT
Large Binocular Telescope
Das "Große Doppelteleskop" (LBT) besteht aus zwei 8.4 m Teleskopen
die zusammen bewegt werden und in die gleiche Richtung schauen. Das LBT
wird durch eine Kollaboration von Instituten auf dem Mount Graham (USA)
errichtet. Die beiden Spiegel befinden sich auf einer Montierung und
entsprechen bezüglich der Lichtsammelfläche einem 11.8 m
Teleskop und wenn sie interferometrisch betrieben werden einem 22.8 m
Teleskop bezüglich der Auflösung.
Das MPE ist unmittelbar am Entwurf und Bau des Nahinfrarotspektrographen
LUCIFER beteiligt. Unser Beitrag besteht hauptsächlich aus der
feldabbildendnen Einheit und dem Multiobjektspektrographen.
Direkt beteiligt ist das MPE aber auch am Entwurf und der Herstellung
der LBT Unterstützungspunkte für die Spiegel die dessen Form
beeinflussen.
Weitere Informationen finden Sie auf den (englischsprachigen)
LUCIFER und LBT Seiten des MPE
LBT Seiten der Universität von Arizona
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|
MEGA
Medium Energy Gamma-ray Astronomy
MEGA ist ein abbildendes Instrument für Gammastrahlung im
Energiebereich 0.5 - 50 MeV. Das Instrument basiert auf dem Compton-Effekt
und der Paarerzeugung. Ein einfallendes Gammastrahlen-Photon wird zuerst
in oberen Detektor Compton gestreut, gibt dort einen Teil seiner Energie
ab und ändert seine Flugrichtung. Nach dieser ersten Wechselwirkung
wird das Photon im zweiten Detektor, der aus mehreren Cäsium-Iodid
Kalorimetern besteht, vollständig absorbiert.
Weitere Informationen finden Sie auf den (englischsprachigen)
MEGA Seiten am MPE.
|
| MPE Beteiligung |
| Ein Prototyp des Instruments wurde komplett am MPE entwickelt und gebaut.
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OPTIMA
Optical Pulsar Timing Analyzer
OPTIMA ist ein sehr schnelles Photometer, das ursprünglich gebaut
wurde um Gammastrahlen-Pulsare im optischen Spektralbereich mit hoher
Zeitauflösung (10-6 s) und Empfindlichkeit zu messen.
Inzwischen wird es auch zur Beobachtung von anderen schnell variablen
Objekten (z.B. Kataklysmische Variable oder das optische Nachleuchten von
Gammastrahlenausbrüchen) weltweit an Teleskopen eingesetzt.
Weitere Informationen finden Sie auf den
OPTIMA Seiten am MPE.
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| MPE Beteiligung |
| Das Instrument wurde komplett am MPE entwickelt und gebaut und
wird stetig weiterentwickelt.
|
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| MPE Beteiligung: |
|
PARSEC wird am MPE gebaut
|
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PARSEC
Laser für das VLT
PARSEC ist ein gemeinsames Projekt des MPE (Garching) und des
MPIA (MPI für Astronomie, Heidelberg). Der Hauptbestandteil ist ein
Natrium-Linien Laser der einen kontinuierlichen 10 W Laserstrahl erzeugt.
Ende 2004 wird er als Teil der Laser Guide Star Facility (LGSF) am Yepun
Teleskop des VLT erstmals eingesetzt werden. (Yepun ist das vierte der 8.2
m VLT-Teleskope.)
Um das VLT (ESO Very Large Telescope) mit der LGSF auszustatten, arbeiten
MPE, MPIA und die ESO eng zusammen. Ziel der (neuen) LGSF ist es, dem
Bereich am Himmel zu erweitern, der mit den Kameras CONICA (mit NAOS) und
SPIFFI (als Teil von SINFONI) zugänglich ist
und damit die wissenschaftliche Ausbeute dieser Systeme mit adaptiver
Optik zu erhöhen.
Weitere Informationen finden Sie auf den englischsprachigen
MPE PARSEC Seiten
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PKE-Nefedov, PK-3 Plus und PK-4
Die Plasmakristallexperimente PKE-Nefedov, PK-3 Plus und PK-4 beruhen auf
einer Zusammenarbeit zwischen dem russischen "Institute for High Energy
Densities" (IHED) und unserem Institut, unterstützt durch die russischen
und deutschen Raumfahrtagenturen (Roskosmos und DLR).
PKE-Nefedov war das erste wissenschaftliche Experiment an Bord der
Internationalen Raumstation ISS. Das Experiment bestand aus einer kleinen
(0.5 l) Plasmakammer, in der ein durch Hochfrequenz (HF) angeregtes Plasma
in Argon erzeugt wurde. In dieses Plasma wurden Mikropartikel von
wahlweise 3.4 oder 6.8 µm Durchmesser injiziert. Die Partikel wurden
durch einen aufgefächerten Laserstrahl beleuchtet und die Bewegung der
Partikel mit zwei CCD-Kameras beobachtet und auf Videobändern
aufgezeichnet. Die Erforschung von Plasmakristallen im Speziellen und
komplexer Plasmen im Allgemeinen ist ein neues Themengebiet in der
Mikrogravitationsforschung. PKE-Nevedov wurde im Andenken an Anatoli P.
Nefedov so genannt.
PK-3 Plus ist der Nachfolger von PKE-Nefedov auf der ISS seit 2005,
basierend auf einer verbesserten Version der HF-Plasmakammer.
PK-4, welches ebenfalls auf der ISS betrieben werden soll
(Vorbereitungsphase unterstützt durch DLR und ESA) ist ein komplexes
Plasmaexperiment unter Benutzung einer Gleichspannungsentladung
hauptsächlich zur Untersuchung der flüssigen Phase.
Weitere Informationen finden Sie auf den
PKE-Nefedov,
PK-3 Plus,
PK-4
Seiten des MPE.
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| Experimente auf der ISS |
| |
| PKE-Nefedov |
| Start |
26. Februar 2001 |
| Missionsende |
27. Juli 2005 |
| Status |
nicht mehr im Orbit |
| PK-3 Plus |
| Start |
19. Dezember 2005 |
| Missionsende |
nicht festgelegt |
| Status |
im Orbit (ISS), Datenaufnahme |
| PK-4 |
| Start |
2009/2010 |
| Missionsende |
nicht festgelegt |
| Status |
in Vorbereitung (Phase A/B) |
| MPE Beteiligung |
|
Die Instrumente wurden hauptsächlich am MPE entworfen und gebaut;
Datenauswertung.
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| Satellit |
| Start |
1. Juni 1990 |
| Missionsende |
12. Februar 1999 |
| Status |
abgeschaltet; in Erdumlaufbahn |
| MPE Beteiligung |
| Satellit |
| Teleskope |
| Detektoren |
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ROSAT
Mit der unter der Leitung des MPE durchgeführten ROSAT Mission wurden
zwei grundsätzliche wissenschaftliche Ziele verfolgt: die erste
vollständige Kartierung des Röntgen- und extremen Ultraviolett-Himmels mit
abbildenden Teleskopen und das detaillierte Studium einzelner Röntgen- und
EUV-Quellen.
ROSAT hat zunächst den Himmel nach Objekten im Energiebereich der
weichen Röntgenstrahlung von 0,1 keV bis 2 keV (entsprechen einer
Wellenlänge von 100 Å bis 6 Å) sowie der ultravioletten Strahlung
von 0,04 keV bis 0.2 keV (entsprechen einer Wellenlänge von 300 Å
bis 60 Å) abgesucht. Dieser Teil der Mission dauerte ein halbes
Jahr und wurde im Februar 1991 abgeschlossen.
Im Anschluß an die Himmelsdurchmusterung wurde ROSAT für
Detailbeobachtungen einzelner Quellen eingesetzt, um deren räumliche
Struktur, Spektren und Zeitvariabilitäten zu untersuchen.
Nachdem ROSAT die geplante Lebensdauer um mehr als das vierfache
übertroffen hatte, wurde er nach dem zunehmenden Ausfall kritischer
Komponenten im Februar 1999 abgeschaltet.
Weitere Informationen finden Sie auf den
ROSAT Seiten am MPE.
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Rosetta
Das Hauptziel der Rosetta Mission sind Untersuchungen die Aufschlüsse
über den Ursprung der Kometen, über die Beziehungen zwischen
interstellarem und kometarem Material geben und die daraus folgenden
Schlüsse bezüglich der Enstehung des Sonnensystens.
Im November 1993 wurde die internationale Rosetta Mission als planetare
"Cornerstone" Mission der ESA beschlossen. Als Untersuchungsobjekt
war der Komet 46 P/Wirtanen geplant. Für einen Zeitraum von über
2 Jahren hätte Rosetta den Kern und die nähere Umgebung des
Kometen aus grösserer Entfernung studieren und sich schließlich
bis auf einen Kilometer Entfernung dem Kometenkern nähern sollen.
Ausserdem ist das Absetzen eines Gerätes (RoLand) das auf dem
Kometenkern landen soll, ebenfalls Bestandteil der Mission.
Durch die Probleme mit der für den Start im Januar 2003 vorgesehenen
Rakete Ariame 5 konnte das sehr enge Startfenster nicht eingehalten
werden und das ganze Projekt stand vor dem Aus.
In einem ESA SPC Meeting am 13. und 14. Mai 2003 wurde die Fortsetzung des
Projektes beschlossen und ein neuer Ziel-Komet für Rosetta festgelegt:
Komet Churyumov-Gerasimenko. Der Start mit Ariane-5 G+ erfolgte am
2. März 2004 und das Rendezvous mit dem Kometenkern wird im
November 2014 stattfinden.
Weitere Informationen finden Sie auf den
DLR Rosetta Seiten
Rosetta Seiten am MPI für Sonnensystemforschung
Rosetta Seite der Abteilung mechanischen Entwicklung am MPE
ESA Rosetta Seiten
(in englischer Sprache)
ESA COSIMA Seiten
(in englischer Sprache)
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| Satellit |
Start (Ariane 5) |
2. März 2004 |
| Ankunft am Kometen |
November 2014 |
| Missionsende |
unbestimmt |
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| Satellit |
| Start |
3. Juli 1992 |
| Missionsende |
unbestimmt |
| Status (2010) |
aktiv |
| MPE Beteiligung |
| Heavy Ion Large Area Proportional Counter (HILT) |
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SAMPEX
Solar
Anomalous and
Magnetospheric
Particle
Explorer
Die vier SAMPEX Instrumente sind ein sich ergänzender Satz von
Teilchendetektoren mit hoher Auflösung und hoher Empfindlichkeit, die
zur Untersuchung energiereicher Teilchen dienen. Diese Teilchen stammen
von der Sonne, aus der Erdmagnetosphäre oder aus der
galaktischen Strahlung wobei auch die anomale Komponente gemessen wird.
Die Instrumente des zenitorientierten Satelliten SAMPEX messen
energiereiche Elektronen und die Ionenzusammensetzung von
Teilchenpopulationen mit ~0.4 MeV/Kern bis zu hunderten MeV/Kern aus einer
polnahen Erdumlaufbahn (520 km bis 670 km Höhe und 82°
Bahnneigung zum Äquator). Ein wesentlicher Bestandteil der SAMPEX
Messmethode ist die Einbeziehung des Erdmagnetfeldes als eine
wesentliche Komponente. Auf seiner polnahen Erdumlaufbahn benützt
SAMPEX das Erdmagnetfeld als riesiges Magnet-Spektrometer um verschiedene
Energien und Ladungszustände der Teilchen zu trennen und zu bestimmen.
Weitere Informationen finden Sie auf den (englischsprachigen)
SAMPEX Seiten am GSFC (NASA)
SAMPEX Überblick (LASP)
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| Flugzeug |
| Erster wissenschaftlicher Flug |
2007 |
| Missionsende |
unbestimmt |
| Status |
erster Testflug am 6.4.2007 erfolgreich |
| MPE Beteiligung |
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Field Imaging Far Infrared Line Spectrometer (FIFI-LS)
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SOFIA
Stratospheric Observatory for Infrared Astronomy
In einer Zusammenarbeit von NASA und DLR wird in ein Flugzeug des Typs
Boeing 747-SP ein 2.5 m Spiegelteleskop eingebaut, das im Flug betrieben
werden soll. SOFIA wird das größte fliegende Teleskop der Welt
und mit ihm werden Beobachtungen durchgeführt werden, die selbst mit
den größten und am höchsten gelegenen erdgebundenen
Teleskopen unmöglich sind. Das fliegende Observatorium wird von der
Industrie unter der Leitung von USRA (Universities Space Research
Association) für die NASA gebaut.
SOFIA wird auf dem "Ames Research Center" der NASA am "Moffett Federal
Airfield" nahe Mountain View in Kalifornien stationiert und wird
voraussichtlich 2007 den wissenschaftlichen Beobachtungsbetrieb
aufnehmen.
Weitere Informationen finden Sie auf den
Seiten zu den Detektorentwicklungen
am MPE (in englisch)
FIFI-LS Seiten des MPE (in englisch)
SOFIA Seiten des DLR
SOFIA Seiten der NASA (in englisch)
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SOHO
Solar and Heliospheric Observatory
Der Satellit SOHO untersucht die innere Struktur der Sonne, ihre
äussere Atmosphäre und den Ursprung des Sonnenwindes, eines
Stromes von geladenen Teilchen, der kontinuierlich aus dem Sonnensystem
strömt. SOHO hilft dem Verständnis der Wechselwirkung zwischen
Sonne und Erde, der Sonne selbst, der Aufheizung der Sonnenkorona, der
Beschleunigung des Sonnenwindes und des Sonneninneren.
Um die Sonne kontinuierlich beobachten zu können befindet sich SOHO
in einem Halo-Orbit in den Lagrangepunkt L1, der sich ca. 1.5 Millionen
Kilometer vor der Erde in deren Sonnenumlaufbahn befindet. Das
Meßinstrument CELIAS auf SOHO ist unter Mitwirkung des MPE gebaut
worden.
Weitere Informationen finden Sie auf den
CELIAS Seiten der Universität Bern (in englisch)
CELIAS / STOF data at MPE (in englisch)
CELIAS Solar Wind data (in englisch)
CELIAS UV data (in englisch)
SOHO Seiten der ESA (in englisch)
SOHO Seiten der NASA (in englisch)
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| Satellit |
| Start |
2. Dezember 1995 |
| Missionsende |
unbestimmt |
| Status |
aktiv; am Lagrangepunkt L1 |
| MPE Beteiligung |
|
Charge, Element, and Isotope Analysis System (CELIAS)
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| MPE Beteiligung: |
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SPIFFI wird ausschließlich vom MPE gebaut.
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SPIFFI
SPectrometer
for
Infrared
Faint
Field
Imaging
SPIFFI ist ein kryogenes, abbildendes Nahinfrarot-Spektrometer. SINFONI
(SINgle Faint Object Near-infrared Investigation) ist
der Verbund aus einer adaptiven Optik, gebaut von der Europäischen
Südsternwarte (ESO), und SPIFFI. SINFONI ist das erste durch adaptive
Optik unterstuetzte Nahinfrarotspektrometer für das Very Large
Telescope der ESO und wurde im Jahre 2004 am Cassegrain Fokus von Yepun
(UT4) installiert. SPIFFI ist das erste Instrument, welches abbildende
Nahinfrarotspektroskopie am VLT ermöglicht.
Im Wellenlaengenbereich von 1.1 bis 2.45 Mikrometern (J-, H-, und
K-Band) nimmt SPIFFI gleichzeitig die Spektren von 1024 (32x32)
Bildfeldpunkten mit einer moderaten spektralen Auflösung von ~1000 bis
etwa ~3300 auf.
Weitere Informationen finden Sie auf den (englischsprachigen)
MPE SPIFFI Seiten
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Stardust
Stardust ist eine NASA-Mission mit dem primären Ziel, Staub- und
Gasproben vom Kometen P/Wild-2 und aus dem interplanetaren Raum zur Erde
zurückzubringen.
Der Cometary and Interstellar Dust Analyzer
(CIDA) ist ein Flugzeitspektrometer für Ionen, die beim Auftreffen
von Staubkörpern auf ein Target gebildet werden. Mit diesem Instrument
wurde nicht nur während des Kometenvorbeiflugs am 2.1.2004, sondern
auch in bestimmten Perioden der interplanetaren Flugphase (hier vor allem
der interstellare Staub) gemessen.
Stardust wurde am 7. Februar 1999 erfolgreich gestartet und CIDA wurde am
22. Februar 1999 erstmals erfolgreich eingeschaltet. Der erfolgreiche
Vorbeiflug am Kometen erfolgte am 2.1.2004 und die Rückkehr zur Erde
ist für den 15.2.2006 geplant.
Weitere Informationen finden Sie auf den (englischsprachigen)
NASA Stardust Seiten
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| Satellit |
| Start (Delta II) |
7. Februar 1999 |
| Missionsende |
15. Jauar 2006 |
| Status |
erfolgreicher Vorbeiflug am Kometen am 2.1.2004
|
| MPE Beteiligung |
|
Cometary and Interstellar Dust Analyzer (CIDA)
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| Satellit |
| Start |
26. Oktober 2006 |
| Missionsende |
unbestimmt |
| Status |
in heliozentrischem Orbit |
| MPE Beteiligung |
| PLasma and SupraThermal Ion Composition (PLASTIC):
Sensor zur Messung der Geschwindigkeit, der Dichte
und der Temperatur des Sonnenwindes; Messung der
Ladungszusammensetzung supratermaler Ionen (H-FE) im
Energiebereich 0.2 - 100 keV/e.
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STEREO
Solar TErrestrial RElations Observatory
STEREO ist die dritte Mission im "Solar Terrestrial Probes" Programm der
NASA. Der Start erfolgte im Oktober 2007 mit einer Delta II Rakete.
Die auf eine nominelle Dauer von 2 Jahren geplante Mission
besteht aus zwei nahezu identischen Satelliten, die es erstmals
ermöglichen werden, stereoskopische dreidimensionale Bilder von
koronalen Massenauswürfen der Sonne (Coronal mass ejections; CMEs)
aufzunehmen.
CMEs sind gewaltige Ausbrüche auf der Sonne, die bis zu 10 Milliarden
Tonnen der Sonnenatmosphäre in den interplanetaren Raum schleudern
können. Diese Gasmassen, die mit ca 1000 km/s durch den Raum eilen,
können gewaltige Störungen im interplanetaren Medium und in der
Magnetosphäre der Erde verursachen, die dann zu Störungen in den
Stromnetzen der Erde führen oder auch Satelliten beschädigen
können.
Weitere Informationen finden Sie auf folgenden WWW-Seiten:
STEREO Seite am APL (in englischer Sprache)
STEREO Seite der NASA (in englischer Sprache)
PLASTIC Web-Seite der Universität von New Hampshire
(in englischer Sprache)
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Swift
Swift ist das erste wirkliche Multifrequenz-Observatorium das sich der
Erforschung der Gammastrahlenbursts (GRB) widmet. Seine drei
Hauptinstrumente wirken zusammen um GRBs und deren Nachleuchten im
Gammastrahlenbereich, im Röntgenbereich und im optischen Bereich
zu beobachten. Swift wurde im Rahmen des NASA MIDEX Programms in einer
internationalen Kollaboration gebaut. Es wurde erfolgreich am 20. November
2004 gestartet.
Während seiner nominellen 2-jährigen Mission, wird Swift ca. 200
Gammastrahlenausbrüche mit allen Instrumenten beobachten, was die
bisher umfassendste Untersuchung dieses Phänomens darstellen
wird.
Die Hauptziele der Swift Mission sind:
- Bestimmung des Ursprungs der Gammastrahlenbursts.
- Klassifizierung der GRBs und Suche nach neuen Typen.
- Die Untersuchung der Wechselwirkung der Explosionswelle auf die
Umgebung.
- Die Benutzung der GRBs um das frühe Universum zu erforschen.
- Eine Himmelsdurchmusterung im harten Röntgenbereich.
Weitere Informationen (in englischer Sprache) finden Sie auf den
NASA Swift Seiten (in englischer Sprache)
während der Eichung des Swift-Teleskopes am MPE (Panter Anlage)
aufgenommene Bilder
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| Satellit |
| Start |
20. November 2004 |
| Missionsende |
2+ Jahre |
| Status |
in Erdumlaufbahn |
| MPE Beteiligung |
Eichung des Röntgen-Teleskops,
Software Entwicklung,
Burst Advocates.
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| Satellit |
| Start |
...... |
| Missionsende |
.... |
| Status |
Vorstudien |
| MPE Beteiligung |
| .... |
| ..... |
| ...... |
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XEUS / IXO
X-Ray Evolving Universe Spectroscopy
Mission
XEUS ist ein möglicher Nachfolger der ESA Röntgenspektroskopie
Mission
(XMM-NEWTON).
Der Satellit wird ein Röntgenobservatorium mit einer vergleichbar
hohen Empfindlichkeit sein, wie sie auch die zukünftigen Projekte
JWST,
ALMA und
Herschel
in anderen Spektralbereichen haben werden. XEUS wird etwa 250 Mal
empfindlicher sein als XMM-Newton.
Den Anregungen des ESA "Horizons 2000" Planungsausschußes folgend,
der das Projekt innerhalb des Programmes zur Nutzbarmachung der
internationalen Raumstation empfohlen hatte, befindet sich XEUS in der
Studien-Phase.
Die wissenschftlichen Themen die mit XEUS untersucht werden sollen
beinhalten:
- die frühesten schwarzen Löcher
- die frühesten Galaxienhaufen und deren Entwicklung in massive
Gruppen wie wir sie heute beobachten
- die Evolution der Häufigkeiten der schweren Elemente
- das intergalaktische Medium beobachtet mittels Absorptionslinien.
Weitere Informationen finden Sie auf den (englischsprachigen)
XEUS Seiten der ESA.
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| Satellit |
| Start (Ariane 5) |
10. Dezember 1999 |
| Missionsdauer |
unbestimmt |
| Status |
aktiv |
| MPE Beteiligung |
| Teleskope |
| EPIC-Kamera |
|
Survey Science Center
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XMM - Newton
X-Ray Multi Mirror Mission
Der Röntgenastronomie-Satellit XMM-Newton der ESA ist deren zweiter
Eckpfeiler in
dem Wissenschaftsprogramm Horizont 2000. Sein wissenschaftliches Ziel ist
die Abbildung kosmischer Röntgenquellen mit moderater räumlicher Auflösung
aber höchst empfindlicher Spektroskopie. Dazu werden drei hochgeschachtelte
Wolter-Teleskope benutzt, in deren Foki Röntgen-CCD-Kameras eingesetzt
werden. Zwei der Teleskope tragen in ihrem Strahlengang ein Arrangement von
Reflexionsgittern, mit denen das spektrale Auflösungsvermögen bis auf
1.000 gesteigert werden kann. Mit einem kleinen optischen/UV Teleskop
können die Röntgenquellen gleichzeitig identifiziert werden.
Das MPE ist maßgeblich an dieser Mission beteiligt
(Teleskop-Entwicklung/Test, EPIC-pn-Kamera und Durchmusterungszentrum
(Survey Science Center)).
Mehr Informationen finden Sie auf den
XMM-Newton Seiten des MPE
XMM-Newton Seiten der ESA.
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