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''Plasmakristall''

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Februar 2012



EMC
EMC-Test bei SGS, München

EMC
PK-4 EAA (Detail)
(Bilder: MK)


PK-4: EMC-Tests bestanden!

Das PK-4 Experiment des MPE hat einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur ISS genommen. Die euro­päische Raum­fahrt­organisation ESA verlangt vor dem Start den Nachweis, dass das Gerät auf der Raum­station keine anderen Systeme (Experimente und vor allem sicher­heitsrelevante Komponenten) durch elektro­magnetische Strah­lung stört, bzw. durch Ab­strahlungen der umgebenden Geräte gestört wird. Dazu dient der EMC-Test (''electro-magnetic com­patibility''). Dieser wurde nun mit dem Ingenieurs­modell (einer Vorstufe des end­gültigen Flug­modells) von PK-4 bei Ext. linkSGS in München durch­geführt. (Siehe Bild links: PK-4 in einem ISS-ähn­lichen Schrank in einem abge­schirmten Messraum bei SGS.)

Bei dem Test wird zunächst untersucht, welche Radio­frequenzen von dem Gerät im Betrieb emittiert werden und mit welcher Leistung. Daraus kann man schließen, ob eventuell andere Geräte dadurch gestört werden könnten. Bei einem weiteren Test werden mittels Antennen verschiedene Frequenzen mit erheblicher Feldstärke auf das Gerät 'geschossen' und die Reaktion des Geräts beobachtet. Da PK-4 Video­aufzeichnungen von Mikro­partikeln im Plasma machen soll, bietet sich an, die Video­bilder auf Störungen hin zu untersuchen.

Der erste Test ergab keine nennenswerten Emissionen von PK-4 im Fre­quenzbereich von einigen Kilo­hertz bis Giga­hertz. Das war auch zu erwarten, da das Ex­periment in einem hermetisch dichten Metall­gehäuse einge­schlossen ist, aus dem keine elektro­magnetische Strah­lung entweichen dürfte. Für den umgekehrten Fall gilt das gleiche: Trotz massiver Ein­strahlung von Frequenzen bis 4 GHz wäh­rend des Betriebs konnten keine Stö­rungen be­obachtet werden. Da sich diese am deutlichsten bei den Video­bildern bemerkbar machen sollten, wurden die Bilder (siehe unten) analysiert und keine Veränderung festgestellt. Damit darf der Test als bestanden bewertet werden.

Nachdem die Apparatur im Dezember den Vibra­tionstest, im Januar den Ther­maltest und nun den EMC-Test bestanden hat, folgt als nächstes der Integra­tionstest. Dazu wird PK-4 in das Bode­nmodell des EPM-Racks, das bei Ext. linkCADMOS in Toulouse steht, eingebaut und es wird geschaut, ob 'alles passt'. Das spätere Flug­modell von PK-4 soll im EPM-Rack, das sich im euro­päischen Columbus-Modul auf der Raum­station befindet, unter­gebracht werden. Sollten alle Tests erfol­greich absolviert werden, so steht einem Start des PK-4 Flug­modells zur Raum­station 2013-14 so gut wie nichts mehr im Wege.

Kamera3
Störungsfreies Bild: Die PK-4 Plasmaröhre durch drei verschiedene
Filter aufgenommen (während des EMC-Tests).




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Letzte Änderung: 2012-03-13
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