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Zeit im Film (mm:ss) |
Beschreibung |
Alice Springs, Australien, 22. - 24. November 1978
AIT/MPE Röntgenballonexperiment |
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Startvorbereitungen |
| 00:10 |
Beginn des Füllens des Ballons mit Helium. Dauer ca. 45
Minuten. |
| 00:21 |
Der Ballon ist soweit gefüllt, dass er die Platte mit dem
Überdruckventil tragen kann. |
| 00:45 |
Die Ballongondel mit den Messinstrumenten ist am Startwagen
befestigt. Zwischen Ballon und der Gondel befindet sich der Fallschirm
für die weiche Landung der Gondel. Letzte Arbeiten am
Ballastbehälter. |
| 01:16 |
Nach Sonnenaufgang werden Testballone zur Bestimmung der Windrichtung
gestartet. |
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Start |
| 01:26 |
Der Ballon ist gefüllt. Nur ca. 15 Prozent werden mit Helium
gefüllt, da sich das Gas in Flughöhe (ca. 30 - 40 km) stark
ausdehnt und sonst den Ballon zerreissen würde. |
| 01:30 |
Der Ballon wird freigegeben. |
| 01:43 |
Das Startfahrzeug fährt mit der Gondel unter den Ballon
um die Gondel freizugeben. Befindet sich die Gondel nicht genau
unter dem Ballon, schwingt sie durch und kann am Boden
aufschlagen! |
| 01:50 |
Die Ballongondel wird freigegeben und vom Ballon in die Höhe
getragen. |
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Landung und Bergung |
| 02:23 |
Nach 55 Stunden Flugzeit werden die Vorbereitungen zur "weichen"
Landung der Ballongondel getroffen. Ein kleines Flugzeug fliegt in die
Nähe des Ballons um die Landung zu beobachten. Zuerst wird der
Fallschirm vom Ballon getrennt. Genau im Moment des Aufsetzens der
Gondel am Boden muß der Fallschirm von der Gondel getrennt
werden. Dies geschieht, ebenso wie die Trennung vom Ballon, durch
Funksignale vom Flugzeug aus. |
| 03:30 |
Zur Bergung der Gondel musste diese am Landeplatz, der in
unzugänglichem Gelände in einem trockenen Flußbett
lag, zerlegt werden. Als Stützpunkt der Bergemannschaft diente
eine nahegelegene Farm (mit Greifvogelzucht). |
Palestine, Texas, USA, 19. Oktober 1977
MPE Comptonteleskop |
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Fehlstart |
| 05:42 |
Optisch sehr beeindruckend, für die beteiligten Wissenschaftler
und die Startmannschaft aber ein großer Schreck, war der
Fehlstart des Comptonteleskops duch das Aufreißen der
Ballonhülle beim Start. Glücklicherweise war die Ballongondel
noch nicht vom Startfahrzeug freigegeben und wurde nicht
beschädigt. Einige Tage später gelang der Start mit einem
neuen Ballon problemlos. |
Palestine, Texas, USA, 9. - 11. Mai 1980
MPE / AIT Hochenergie Röntgenexperiment (HEXE) |
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Ein-Norden der Ballongondel HEXE |
| 06:50 |
Die fertig zusammengebaute Ballongondel wird zu einem magnetisch
neutralen Ort im Gelände des Startplatzes der "National
Scientific Balloon Facility" (NSBF) in Palestine, Texas gebracht, um
dort die zur Ausrichtung der Gondel benötigten Magnetometer zu
eichen. Dazu wird die Gondel frei aufgehängt und zuerst genau
nach Norden ausgerichtet (sog. Ein-Norden). Dann werden die über
Funk übertragenen Anzeigen der Magnetometer bei verschiedenen
Ausrichtungswinkeln gemessen und somit geeicht. Damit kann die
azimutale Orientierung der später frei drehbar unter dem Ballon
aufgehängten Gondel im Flug festgestellt werden. |
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Startvorbereitungen |
| 08:48 |
Die HEXE Ballongondel wird am Startfahrzeug ("Tiny Tim") befestigt.
Sie war vorher in wochenlanger Arbeit in einer grossen Halle aus den
aus Deutschland mittels Container angelieferten Teilen zusammengebaut
worden. Nach vielen Tagen harter Arbeit für alle Beteiligten ein
spannender Moment! |
| 10:00 |
Um die Arbeiten der NSBF Startmannschaft besser zeigen zu können,
wurden hier Aufnahmen eingeschoben, die bei einem früheren Start
einer anderen Ballongondel (offenbar nicht im Frühling) gemacht
worden waren. Sie zeigen das Auslegen der sehr dünnen
Ballonhülle (in einer roten Schutzfolie), das Verbinden von
Ballon und Fallschirm und den Beginn der Füllung des Ballons
über zwei Schläuche bis zum Moment zu dem der Ballon soweit
gefüllt ist, dass die schwere Ventilplatte vom Ballon getragen
wird.
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| 12:19 |
Ab hier nun wieder Aufnahmen der Ballon-HEXE.
Dem Fahrzeug, das den Ballon bis zur abgeschlossenen Füllung am
Boden hält und das dabei immer mehr des Ballons freigibt,
fällt auch die Aufgabe zu, beim Start den Ballon vollständig
freizugeben. Dazu klappt die grosse, vorne montierte Rolle seitlich
weg.
Gut zu sehen ist auch die wichtige Arbeit beim Anbringen der
Sprengladungen, die den Ballon zur Landung vom Fallschirm trennen und
dabei so aufreissen sollen, dass auch er nahe der Landestelle zur Erde
fällt. Auch zwischen Fallschirm und Gondel
befinden sich Sprengsätze, die Fallschirm und Gondel nach der
Landung trennen (sollen! s.u.). |
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Start |
| 13:55 |
Alles ist bereit --- und Start!
"Tiny Tim" nimmt Fahrt auf um unter dem Ballon zu kommen und
fährt fast etwas zu weit. Bei der starken Bremsung schlägt
die Gondel gegen den gepolsterten Vorbau. Dann ist sie frei.
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Verfolgung des Ballons während des Fluges |
| 15:03 |
Während des 46-stündigen Fluges des Ballons werden die
Messwerte der Detektoren, die Ausrichtung der Gondel sowie
Temperaturen, Stromspannungen, etc. per Funk zur Basis
übertragen. Die Antennen der Bodenstation am NSBF werden dazu
ständig dem Ballon nachgeführt.
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Landung |
| 15:50 |
Gegen Ende des 46-stündigen Fluges des Ballons macht sich die
"Lande"-Mannschaft mit dem Flugzeug bereit um die Landung vom Flugzeug
aus in möglichst unbewohntem Gebiet per Funk einzuleiten.
Es herrscht starker Wind, der durch eine Verkettung unglücklicher
Umstände dazu führt, dass die Gondel beim Aufsetzen nicht
vom Fallschirm getrennt wird und danach vom Fallschirm über
mehrere Kilometer durch texanisches Weideland geschleift wird.
Strommasten und Zäune bilden kein Hindernis. |
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Bergung |
| 16:55 |
Die Ballonhülle wird rasch gefunden und "entsorgt". (Leider ist
der Originalfilm auch stark überbelichtet.) Eine durch die
zerrissenen Stromleitungen lahmgelegte Ölpumpe markiert die
Nähe des Landeplatzes der Gondel von dem aus eine Schleifspur zur
Gondel führt. Die Aufschlagsdämpfer aus Wellpappe und die
aus Styropor bestehende Wärmeisolierung der Detektoren wurden
beim ungeplanten "Ritt durch die Wüste" stark mitgenommen und die
Kollimatoren der Detektoren waren an Ende der Reise mit Sand
gefüllt.
Zur Ausrüstung der Bergungsmanschaft in Texas gehörte auch
ein kleiner Kranwagen, der im einsamen Gelände sehr hilfreich war
und die Ballongondel als Ganzes aufladen konnte. Vorbei an der
Schleifspur und den geknickten Masten geht es wieder zurück in
die (texanische) Zivilisation.
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